Schwerpunkte der Vereinsarbeit stellte der Vorsitzende des Vereins 1000 Jahre Kronach, Manfred Raum, bei der Jahreshauptversammlung im Kronacher Kunstverein heraus. Das Erinnerungsbuch von Kurt Reuß „Alltag im alten Kronach“ sei hervorragend aufgenommen worden. Die öffentliche Vorstellung der Publikation in der alten Markthalle sei gut besucht gewesen. Große Resonanz habe zuvor schon der Besuch des Deuschen Burgenmuseums auf der Heldburg gefunden.

In zwei Ausgaben der cranach-Zeitschrift seien im Berichtszeitraum zahlreiche Themen aus Geschichte und Gegenwart der Stadt und Region behandelt worden. Das jüngst erschienene Heft habe „Botschafter und Botschaften aus Kronach“ thematisiert, wobei der Spannungsbogen vom großen Sohn der Stadt, Lukas Cranach d. Ä., bis in die Gegenwart geschlagen wurde. Die umfangmäßig erweiterten Hefte fänden viel Interesse. Geplant sei in diesem Jahr noch die Herausgabe einer weiteren Zeitschrift, die sich dem Thema Reformation in Kronach schwerpunktmäßig widmen solle.

Förderung der Bürgerstiftungsarbeit

Satzungsgemäß leiste der Verein verwaltungs- und kostenmäßige Förderung für die Bürgerstiftung. Der Arbeitskreis Bürgerstiftung, der sich aus Mitgliedern des Vereins zusammensetzt, zeigt hier großen organisatorischen ehrenamtlichen Einsatz und erzielt dabei immer wieder Erlöse für die Bürgerstiftung. Frau Ada Kanehl und Frau Gudrun Seydel dankte er ausdrücklich für dieses nun schon über ein Jahrzehnt währende Bemühen. Der Verein kooperiere mit der Bürgerstiftung Historisches Kronach, zum Beispiel sei die Restaurierung des Gemäldes „Franziska Kaim“ von Lorenz Kaim gemeinsam finanziert worden.

Gefördert habe der Verein 1000 Jahre Kronach die Stolperstein-Aktion des Aktionskreises Kronacher Synagoge mit dem Zuschuß für einen Stolperstein. Die Herausgabe eines Buches über „Jüdisches Leben in der Region“, das an der Universität Bamberg erarbeitet wurde und für das u.a. der stv. Vorsitzende Christian Porzelt einen Beitrag verfaßt hat, wird vom Verein gefördert. Das Buch wird nach Erscheinen in einer Mitgliederversammlung vorgestellt.

Arbeitsschwerpunkt Cranach

Das im Eigentum des Vereins stehende Cranach-Werk „Christus und die Samariterin am Jakobsbrunnen“ sei für die bedeutende Cranach-Ausstellung in Düsseldorf ausgeliehen worden. Damit habe der Verein wiederum einen Beitrag dazu geleistet, die Geburtsstadt Kronach im Hinblick auf Cranach in Erinnerung zu bringen. Im Düsseldorfer Museumsshop habe sich z.B. eine rege Nachfrage nach der vom Verein herausgegebenen Broschüre mit der Bildbesprechung von Hans Pfreundner ergeben. Den opulenten Katalog zur Düsseldorfer Cranach-Ausstellung habe der Verein als Buchspende der Kreisbücherei und dem Büchertreff am Melchior-Otto-Platz übergeben. Den Zusammenhang Kronach-Cranach stärker herauszustellen, dem diene insbesondere der Aufbau der Cranach-Archiv-Sammlung, aus der eine Cranach-Dokumentation besonderer Art in Kronach entsteht, die Besuchern wie auch

Einheimischen das Werk und die Bedeutung des bedeutenden deutschen Renaissancemalers vor Augen führen wird.

Abschließend dankte Manfred Raum allen Förderern der Vereinsarbeit und für die ehrenamtliche Unterstützung, zuletzt bewiesen beim Historischen Stadtspektakel, bei dem der Verein und die Bürgerstiftung mit Info- und Verkaufsangeboten vertreten waren, und verwies darauf, dass die Veranstaltung zur „Stadtillumination“ nach der Sommerpause nachgeholt werde, im Oktober finde eine Fahrt zum neuen bayerischen Burgenmuseum auf der Cadolzburg statt. Den Kassenbericht gab Kassier Richard Chalupa, die Rechnungsprüfer Friedrich Schedel und Bert Walker gaben das Ergebnis ihrer Prüfung bekannt, wonach einstimmig Entlastung erteilt wurde.

Kronacher Kunstverein seit über 35 Jahren erfolgreich

Eingangs der Versammlung hatte Kunstvereins-Vorsitzender Karol Hurec den 1000-Jahr-Vereinsmitgliedern das jahrzehntelange Wirken des KKV geschildert. Seine neuen Räumlichkeiten beflügele die Arbeit des Kunstvereins, sie seien eine hervorragende Grundlage für ein vielgestaltiges und weit über die Region hinaus geschätztes Kultur- und Kunstangebot. Der Vorstandschaft sei es immer wieder gelungen, international renommierte Künstlerinnen und Künstler wie z.B. Elvira Bach oder Otmar Alt nach Kronach zu führen. Ganz besondere Spezialitäten des KKV seien das Angebot von Debütausstellungen für Hochschulabsolventen, die Zusammenarbeit mit den Kronacher Schulen oder jüngst die, mit chinesischen Kultureinrichtungen. Besonders freue er sich, dass auch das neue Literatur-Matinee-Angebot hervorragend angenommen werde. Und nicht zuletzt habe der KKV im öffentlichen Raum mit seinen Sandstein-Trienalen große Akzente bei der Ausgestaltung des Landesgartenschau-Geländes gesetzt. Zu allen seinen Veranstaltungen seien nicht nur die Mitglieder des KKV willkommen, sondern die ganze Bevölkerung.

Kreisel-Projekt des KKV erläutert

Abschließend stellte Karol Hurec das Kunstprojekt für den Süd-Kreisel vor, das der KKV der Stadt im Rahmen ihrer Ausschreibung vorgeschlagen hat. Er erläuterte in Wort und Bild das Konzept, das den vorübereilenden Verkehrsteilnehmern Kronach als Lucas Cranachs Geburtsstadt vermitteln und mit seinem Schlangensignet in Verbindung bringen werde. Das Projekt sei auf die verkehrsrechtlichen Anforderungen hin durchgeplant und finanzierbar. Seine Ausführungen schloß der KKV-Vorsitzende mit der Einladung, öfter in den Kunstverein zu kommen. Die Ausstellung der Künstlerin Angela George-Morelli bildete für die Veranstaltung einen interessanten Rahmen; die Besucher konnten sich in die Arbeiten zum Thema „Schauen“ vertiefen.

25.7.17/mr